Am Sonntag starteten die Thüringenligahandballer der SG Suhl/Goldlauter mit einem Auswärtsspiel in der altehrwürdigen Jahnhalle in Eisenach gegen die Bundesligareserve des ThSV in die Rückrunde. Die Ansage vor dem Spiel war klar: Aufgrund der verletzten Misere, so teuer wie möglich verkaufen.
Eisenachs Trainer Benjamin Riemann konnte auf seinen kompletten Kader im Duell mit den Gästen zugreifen, Suhls Trainer Mularcyzk fehlten hingegen fünf Spieler verletzungsbedingt, ein richtiger Kreisspieler gar komplett, so mussten Rückraumspieler Lars Thieme sowie Linksaußen Maik Gerstenberg sich die Minuten am Kreis teilen. Die Triebel, Thieme und Co. starteten dennoch gut in die Partie und führten schnell mit 4:2 nach fünf Minuten. Die Bundesligareserve zeigte sich jedoch wenig beeindruckt und konnte durch Tore von Jonas Bogatzki und dem Ex-Suhler Sascha Kleint in der 7. Spielminute wieder ausgleichen. Beim 8:5 für die Hausherren hatte der Tabellendritte erstmals eine drei Tore Führung rausgeworfen, doch diese hatte ähnlich kurz Bestand, wie die Suhler Führung zu Beginn. Beim 8:8 durch Suhls Benjamin Werner in der 18. Minute war der Ausgleich wieder erzielt. Beide Teams konnten sich nun bis zum Ende des 1. Durchgangs nicht mehr entscheidend absetzen. Ein Problem im Suhler Spiel war jedoch das eigene Überzahlspiel. Bei zweifacher Überzahl spielte man sich nur einen Siebenmeter raus, der Strafwurf landete jedoch am Pfosten der Eisenacher. „Wir waren in der ersten Halbzeit im Angriff recht effizient. Tamas, Benni und auch Micha haben trotz wenigen gemeinsamen Trainingseinheiten, dies ganz ordentlich gemacht. Zudem hat unsere Abwehr gut gearbeitet und Frank im Tor hat wiedermal seinen Job erledigt. Einzig das Überzahlspiel hat überhaupt nicht funktioniert, da müssen wir in den kommenden Wochen besser werden“, so Suhls Trainer. Mit 12:12 ging es im Anschluss in die Halbzeitpause.
Im zweiten Durchgang zunächst dasselbe Bild. Bis in die 42. Minute (18:17) konnte sich keine der beiden Mannschaft entscheidend absetzen, dann kam es jedoch zum Bruch im Suhler Spiel, auch weil die Gäste drei Zeitstrafen in kürzester Zeit kassierten und nur noch mit drei Spielern auf dem Feld standen. Die Eisenacher nutzten diese Phase rigoros aus und setzten sich vorendscheidend auf 22:17 in der 45. Minute ab. Zwar ließen die Suhler danach nicht locker und konnten bei Gleichzahl auf 22:20 (48. Minute) durch Marcus Triebel verkürzen, der Ausgleich sollte jedoch nicht mehr fallen. „Die dreifache Unterzahl und die anschließenden Minuten haben uns das Spiel gekostet. Da war es dann natürlich unheimlich schwer. Wir haben ein Comeback versucht, waren auch auf zwei Tore wieder dran, gereicht hat das jedoch nicht mehr, auch weil die Kraft am Ende gefehlt hat. Eisenach hat im Block alle 15. Minuten durchgewechselt, wir hatten überhaupt nur drei Wechselspieler, davon zwei Außenspieler“, so Suhls Trainer in seiner Analyse.
Am Ende setzte es eine 32:25 Niederlage für die SG Suhl/Goldlauter unter der Wartburg.