Verloren, und das am Ende ganz knapp. Trotzdem hat die SG Suhl/Goldlauter den Klassenerhalt in der Thüringenliga einen Spieltag vor Ende der Saison geschafft. Im Heimspiel gegen den HSV Ronneburg setzte es zwar am vergangenen Samstagabend eine bittere 27:28-Pleite. Da die direkte Konkurrenz aus dem unteren Tabellendrittel ebenfalls verlor, können die Südthüringer nicht mehr auf einen Abstiegsplatz abrutschen, selbst wenn der LSV Ziegelheim neben dem HSV Apolda in die Thüringenliga absteigen sollte.

Die Gäste aus Ronneburg begannen konzentriert und machten viel Druck in Angriff und Deckung auf die Schützlinge von Trainer Igor Mjanowski. Die schnellen und wendigen Ronneburger fanden so in den ersten 10. Minuten oftmals die Lücke im Deckungsverband der Gastgeber und gingen nach 8. Minuten mit 4:2 in Führung. In der Folge waren die Suhler am Drücker, setzten den Tabellenachten energisch unter Zugzwang und ging beim 6:4 erstmals in Führung. Doch im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs fehlte die nötige Konsequenz, um die Gäste bis zur Halbzeit auf Distanz zu halten. Gerade beim 8:6 wäre in der Folgezeit eine höhere Führung möglich gewesen. Aber einmal mehr ereilte die Einheimischen kurz vor der Pause ein kleiner Bruch. Ronneburg kam zu leichten Toren. „Unser Angriff stand mit einmal vollkommen neben sich“, sagte Mjanowski, „und das 12:14 für die Gäste war aus meiner Sicht vollkommen unnötig.“

Auch in den 2. Durchgang starteten die Ostthüringer besser. Der HSV Ronneburg mit schnellem Laufspiel, die SG Suhl/Goldlauter hingegen zu statisch vor allen Dingen im Angriff. Kaum noch Ideen und wenig Zug zum Tor. Keine Impulse, die Ronneburg in Gefahr brachten. Suhls Trainergespann Mjanowski/Adam fehlten zudem nun die Altenativen, da mit Christian Ludwig, Michael Leipold und Sascha Kliem zum wiederholten Male drei Spieler erkrankt bzw. verletzt fehlten. So konnten sich die Gäste auf 22:25 absetzten, ehe die spannenden letzten Minuten eingeleitet wurden. Nach der Auszeit genommen von Suhls Trainergespann Mjanowski/Adam kamen die Gastgeber wieder auf ein Tor ran (25:26). Danach wogte die Partie hin und her, ehe die Gäste mit 26:28 in Führung gingen. Die SG blieb aber dran, angetrieben vom eigenen Publikum schaffte man in der 58.Minute den 27:28-Anschlusstreffer durch Maik Gerstenberg, der dabei gekonnt von Rechtsaußen Christian Zienert in Szene gesetzt wurde. In der Abwehr wurden nun die letzten Kräfte mobilisiert und Ronneburg so zu einem Wurf unter Bedrängnis gebracht, der neben dem Tor landete. So blieben den Hausherren ganze 30 Sekunden um den möglichen Ausgleich zu erzielen. Weil Ronneburg ebenso aufopferungsvoll in der Deckung kämpfte und Christian Hoffmanns Wurf, kurz vor Ende der Partie geblockt wurde, viel dieser letztlich nicht mehr.